Was uns 2026 erwartet
Wir haben tief in die Kristallkugel geschaut, um herauszufinden, was das kommende Jahr für die Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen bringen wird. Im Nebel der Zukunft sind sieben Prophezeiungen erschienen.
Applaus gibt es für die nächsten kleinen Schritte statt für visionäre Ziele.
Netto-Null bis spätestens 2050 müssen inzwischen alle Unternehmen in der Schweiz erreichen. Mit dieser Ansage gibt es nichts mehr zu gewinnen. Wer in der Umsetzung schnell vorankommt, hat einen kommunikativen Vorteil.
Zuverlässigkeit erzeugt Anerkennung statt Gähnen.
2026 gewinnt, wer kontinuierlich kommuniziert. In einer Zeit, in der die Welt jeden Tag wieder anders aussieht und alles in Sekundenschnelle übers Display rast, kriegt Zuverlässigkeit unerwarteten Auftrieb. Es braucht mehr Ausdauer als Drama.
Der Fokus schwenkt auf die breite Masse.
Statt Selbstbestätigung für eine kleine Nische muss die Kommunikation künftig Überzeugung für die breite Masse hinkriegen. Nur so ist eine Transformation im grossen Stil möglich.
Produkte erzählen bessere Geschichten als Unternehmen.
Künftig packen weniger die Storys übers Unternehmen, sondern die der Produkte. Denn Kundinnen und Kunden interessieren sich viel mehr dafür, was sie kriegen, als für betriebliche Nachhaltigkeitsmassnahmen im Hintergrund.
Fehler erzeugen Vertrauen statt Zweifel.
Alle wissen, dass niemand perfekt ist. Wer trotzdem so tut, setzt die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Echte Transparenz bedeutet Lücken zeigen (z. B. bei Scope-3-Emissionen), zähe Prozesse erklären, Fortschritte und Rückschritte nebeneinanderstellen. Wer seine Unvollkommenheit zeigt, gewinnt Vertrauen.
Künstliche Intelligenz liefert harte Fakten statt wolkige Halluzinationen.
In naher Zukunft wird KI deutlich zuverlässiger und zur strengen Lehrerin der Nachhaltigkeitskommunikation: Jede Aussage lässt sich schnell und einfach einordnen. Deshalb müssen Kommunikationspersonen präziser arbeiten als je zuvor.
Der Rechtsdienst wird zum besten Freund von Kommunikationsabteilungen.
Die rechtlichen Vorgaben in der Schweiz und der EU zwingen Kommunikationsteams dazu, ihre Sprache von grünen Floskeln (Greenwashing) zu befreien. Wer das nicht befolgt, riskiert Strafen und öffentlichen Ärger.