SGES

Wie wird Nachhaltigkeit besser sichtbar?

Vielen Unternehmen und Organisationen ist klar, in die Nachhaltigkeit muss investiert werden – es wird sich langfristig auszahlen. Doch wie sollen sie diese nach aussen sichtbar machen, um sich von der Konkurrenz abzuheben? Und wie kommen Mitarbeitende ins Handeln? Diesen Fragen ging Polarstern im Innovationsforum Nachhaltigkeits­kommunikation – einem von 17 Foren am Swiss Green Economy Symposium (SGES) – nach.

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Ursula Darmstaedter (Swisscom) referiert zum Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Bereits zum dritten Mal durften wir das Innovationsforum zur Nachhaltigkeits­kommunikation am SGES, der grössten Schweizer Dialogplattform für Nachhaltigkeit, ausgestalten. Dass Nachhaltigkeit auch in der Kommunikation mitgedacht werden muss, ist den meisten Unternehmen und Organisationen klar. Doch die Frage, wie Nachhaltigkeit wirkungsvoll kommuniziert werden soll, bleibt nach wie vor bestehen. Ebenfalls stellt sich die Fragen, was eine transparente Berichterstattung zur Glaubwürdigkeit eines Unternehmens beiträgt. Um nicht im Reden zu verharren, haben wir heuer auch die Frage aufgeworfen, wie das Verhalten von Mitarbeitenden und letztlich auch der Gesellschaft hin Richtung mehr Nachhaltigkeit verändert werden kann.

 

In Form von Referaten, einem Panel und von Diskussionsmodulen konnten wirder Branche eine Plattform bieten, um die Entwicklungen der Nachhaltigkeitskommunikation zu verfolgen und aktiv mitzugestalten.

 

Die Kür wird Pflicht oder ist die Kür Pflicht?

So soll die Kommunikation zur Nachhaltigkeit sein. Welchen Stellenwert haben Nachhaltigkeits­berichte für die Kommunikation? Haben sie sogar einen Einfluss auf die Unternehmensstrategie? Was bedeutet die ab 2023 geltende Berichterstattungspflicht für einige Schweizer Unternehmen? Trägt ein transparentes Reporting zur Glaubwürdigkeit eines Unternehmens bei? Auf diese Fragen gingen Frank Butz von den Schweizer Salinen und Ursula Darmstädter von Swisscom ein. Während die Schweizer Salinen als KMU auch im kommenden Jahr noch keiner Berichterstattungspflicht unterliegen, bereitet sich die Swisscom auf den Prozess vor, die gesetzlichen Rahmenbedingungen (mehr dazu in unserem Blogbeitrag) zu erfüllen. Investoren sowie Kunden fordern Nachhaltigkeit jedoch nicht nur von den grossen Unternehmen, daher ist es auch für kleinere Unternehmen sinnvoll die Nachhaltigkeit sichtbar zu machen. Für Swisscom wird nun die Kür zur Pflicht, um jedoch transparent und glaubwürdig wahrgenommen zu werden, ist beiden gemein, dass die Kür eine Pflicht ist und über das Gesetzliche hinaus gehen muss.

Vom Reden zum Handeln

Zwischen Reden über Fakten und Handeln liegen oft Welten. Carel Mohn, der 2011 klimafakten.de gegründet hat, weist darauf hin, dass Fakten allein in der Kommunikation nicht ausreichen, um die Leute für den Klimaschutz zu begeistern. Es ist wichtig, dass Lösungen präsentiert werden, um ins Handeln zu kommen. Denn das Thema Klima ist so komplex, dass die Leute aus Angst oder Ohnmachtsgefühlen im Nichthandeln verharren.

 

Auf die Verhaltensänderungen gingen wirin einem Diskussionsmodul genauer ein. Welche Rolle spielen Mitarbeitende für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens? Was braucht es für mehr Akzeptanz bei den Mitarbeitenden? Dazu führt Prof. Dr. Nicole Rosenberger von der ZHAW ein Forschungsprojekt mit Mitarbeitenden der ZHAW durch. Mittels der Mitarbeitenden-App werden sie die Kommunikation gezielt einsetzen und im Anschluss messen, welche Wirkung diese auf das Verhalten hat. Eine weitere spannende Frage hat Lisa Broos von The 2B Collective aus den Niederlanden aufgeworfen: Menschen möchten im Grunde nachhaltig sein, doch was hindert sie daran? Mit einer eigens entwickelten App wollen sie aus einer Kombination aus Spass und Wettbewerben (Challenges) die Mitarbeitenden von Unternehmen rund um die Welt zu einem nachhaltigeren Verhalten motivieren.

 

Wie Sprache beeinflusst

Auch die Sprache hat einen grossen Einfluss auf die Gesellschaft, das hat Zora Schaad von 20 Minuten eindrücklich anhand von Beispielen aufgezeigt. Sie ist Leiterin des Ende 2020 gegründeten Social Responsibility Boards bei 20 Minuten. Ihr Ziel ist es, einen diskriminierungsfreien Journalismus anzubieten. Mittels Leitfäden und Beratung der Redaktionen schulen sie ihre Mitarbeitenden nicht nur in der Sprache, sondern auch in der Bildwahl. Ihre Tools finden in der ganzen Medienbranche grossen Anklang, denn im Moment beschäftigt dieses Thema fast alle Redaktionen in der Schweiz.

 

Polarstern ist Partner des SGES für Kommunikation

Wir begleiten das SGES seit 2019 als Partner und übernehmen auch dieses Jahr wieder die Promotion der Fachtagung auf LinkedIn. Auf der Netzwerkplattform für Geschäftskontakte sind zahlreiche führende Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aktiv, womit die Zielgruppe der Fachtagung sehr gut vertreten ist. Während Lifefair bereits über eigene Social-Media-Kanäle verfügt, ist das jährliche Symposium auf LinkedIn mit einem eigenen Profil vertreten, um den Event von anderen Veranstaltungen von Lifefair abzutrennen.

Mehr zum Swiss Green Economy Symposium SGES

Das Swiss Green Economy Symposium ist eine neutrale Plattform für nachhaltiges Wirtschaften. Seit 2013 bringt Lifefair am Symposium Akteure aus verschiedenen Branchen zusammen und fördert so den Dialog. Es zeigt an konkreten Beispielen, wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGO gemeinsam zu mehr Wohlstand, zum Schutz der Umwelt und zu einem friedlicheren Zusammenleben beitragen können.

 

sges.ch

lifefair.org

 

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